Meinungen und Urteile

Bilden Sie sich Ihre Meinung:



Immer wieder kann man lesen, dass die Korrektion von Winkelfehlsichtigkeit kontrovers diskutiert wird.  Bitte informieren Sie sich, lesen Sie und bilden Sie sich ihre Meinung.


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Neues Urteil zum Thema Prismenkorrektion bei Winkelfehlsichtigkeit
Quellenangabe: Deutsche Optikerzeitung DOZ, 08/07,
Autor: RA Peter Fischer, Nürnberg



Ein Facharzt für Augenheilkunde ist nicht zuständig für die augenoptisch-optometrische Refraktion, auch im Falle einer Winkelfehlsichtigkeitskorrektion:
Das Thema Winkelfehlsichtigkeit und die Mess- und Korrektionsmethodik nach Hans-Joachim Haase (MKH) beschäftigte im vorliegenden Fall das Landgericht Stuttgart.

Der Rechtsstreit klärt einen entscheidenden Punkt für die freie Berufsausübung von Augenoptikern auf dem Gebiet der Refraktion, d.h. der Korrektion aller physikalisch zu korrigierenden Abbildungsfehler.

Der beklagte Augenarzt hat den Klageanspruch anerkannt und damit inzident auch seine Nichtzuständigkeit für die augenoptisch-optometrische Refraktion erkannt, auch im Falle einer Winkelfehlsichtigkeits-Korrektion !

Der beklagte Facharzt für Augenheilkunde muss im Wiederholungsfall mit Ordnungsgeld in Höhe von 250.000,00 EUR oder mit Ordnungshaft von bis zu sechs Monaten rechnen.



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Prismenurteil des Oberlandesgerichtes Frankfurt/Main
Quellenangabe: Deutsche Optikerzeitung DOZ, 03/2007,
Autor: RA Peter Schreiber Oberlandesgericht Frankfurt am Main,
27. September2006 (4 U 19/06)



"Prismenurteil" des OLG Frankfurt schafft Klarheit:
Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat mit Urteil vom 27. September 2006 (4 U 19/06) die Schadenersatz-und Schmerzensgeldklage einer Augenoptikerkundin zurückgewiesen.
 
In der Vorinstanz hatte bereits das Landgericht Hanau mit Urteil vom 20. Dezember 2005  (1 O 1119/04) die Klage abgewiesen. Die von der Gegenseite gegen das OLG-Urteil erhobene Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision wurde jetzt vor dem Bundesgerichtshof (BGH) zurückgenommen, so dass das OLG-Urteil rechtskräftig ist.
Damit hat erstmals ein Oberlandesgericht die Abgabe und Anpassung von Gläsern mit prismatischer Wirkung durch Augenoptiker anerkannt.

Augenoptiker, die wegen der Abgabe und Anpassung von Prismenbrillen gerichtlichen Klagen ausgesetzt sind, können
sich nun auf ein gut begründetes obergerichtliches Urteil berufen.


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Team

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